| Mitteldeutsche Zeitung 14.03.08 |
«Fine Art» im EisenhartNeue Nutzer in einem historischen Wörlitzer Gebäude: Künstler stellen aus
Wörlitz/MZ. Mit dem "Frühlings- Arbeiten des Trios waren in Wörlitz bereits beim Kunstmarkt im historischen Gasthaus "Zum Eichenkranz" zu sehen. Am Rande dieser Ausstellung wurde auch die Idee geboren, gemeinsam eine Galerie in Wörlitz zu betreiben. Möglich wurde dies, nachdem die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz neue Mieter für den Eisenhart suchte, der über viele Jahre ein Geschäft für Wedgwood-Keramik beherbergte. "Als uns dieses Angebot gemacht wurde, war das sehr reizvoll", so Wolf-Erik Widdel. Keramik findet sich nun erneut in den Vitrinen. Diese stammt vor allem aus der Werkstatt Fred Langes, der als Designer und freier Künstler seit 2002 in Dessau arbeitet. Holzobjekte vom Handschmeichler bis zum größeren Objekt präsentiert Holzgestalter Jürgen Ludwig. Grafische Arbeiten, Fotografien und ebenfalls Keramiken steuert Wolf-Erik Widdel bei, der seit drei Jahren freiberuflich als Künstler arbeitet. In der Galerie selbst wird man die Künstler natürlich auch treffen können. "Wir haben uns auf ein wöchentliches Rotationsprinzip geeinigt", erklärt Wolf-Erik Widdel. Den Rest der Zeit verbringe man mit der Produktion in den eigenen Werkstätten. Dankbar sind alle drei über die gute Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung, deren Direktor Thomas Weiss auch bei der Eröffnung der Galerie am Sonnabend sprechen wird. In den frisch geweißten Räumen sind inzwischen alle Vitrinen geputzt und mit den verschiedensten Objekten bestückt. Und selbstverständlich werde man auch an Kunst arbeiten, die Bezug zum Gartenreich nimmt. "Jürgen Ludwigs Holz stammt aus der Region, und ich werde den Park mit Feder, Stift und Pinsel unsicher machen", kündigt Widdel kleine Serien und Radierungen aus Wörlitz an. Der Eisenhart vereint auf seinem Plateau über dem Kanal den Bibliothekspavillon und den Südseepavillon. Letzterer wurde als Museumsbau errichtet, um die Exponate der Südseesammlung des Fürsten aufzunehmen. Der Bibliothekspavillon beherbergte die öffentlich zugängliche Gartenbibliothek. Der Eisenhart erhielt seinen Namen durch das Baumaterial: Eisenhart, ein eisenhaltiger Raseneisenstein. Von 1781 bis 1784 wurde das Gebäude nach Entwürfen Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorffs gebaut. Zur Eröffnung der Autorengalerie "Fineart Eisenhart" wird am Sonnabend und Sonntag von 12.30 bis 18 Uhr eingeladen. Die Galerie ist von März bis Oktober mittwochs, samstags und Sonntag von 11 bis 18 Uhr offen, Termine können darüber hinaus unter der Nummer 0172 / 7822511 vereinbart werden. Die Galerie im Internet unter |
||






